ÖGJ zu Sparpaket

Österreich braucht auch künftig gut ausgebildete Fachkräfte

 

01.03.2012 – Fraktionsübergreifender Appell: Nicht auf Kosten der Jugendlichen und der Lehrlinge sparen!

Wien (OTS/ÖGB) – In Österreich waren Ende Februar um 5,8 Prozent mehr Jugendliche arbeitslos gemeldet als ein Jahr zuvor. Die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) zeigt sich besorgt: „Es kann zwar noch nicht für alle Bereiche die Auswirkungen des Stabilitätspaketes abgeschätzt werden, aber wegen des geplanten Aufnahmestopps bei im Öffentlichen Dienst und bei den Gemeinden werden die Jugendlichen die Leidtragenden sein" so ÖGJ-Vorsitzender Jürgen Michlmayr (FSG).

„Jugendliche sind die ersten die bei einer Krise den Job verlieren und bei einem Aufschwung erst später wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden", sagt Michlmayr, und ergänzt: „Um gezielt arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für die Jugendlichen zu setzen muss die Forderung der Gewerkschaftsjugend nach einer Fachkräftemilliarde umgesetzt werden."


Hungerländer: Öffentlicher Dienst braucht Lehrlinge

„Das Sparpaket zeigt, wer die Konsequenzen der Krise tragen wird. Es wäre zumindest angebracht, junge Menschen hier aus der Verantwortung zu nehmen", so ÖGJ-Präsidiumsmitglied Caroline Hungerländer (GÖD; FCG). Gerade ein Blick auf die Altersstruktur im öffentlichen Dienst macht klar, dass die Lehrausbildung hier nicht nur eine Frage der Vorbildwirkung für die Privatwirtschaft ist. Für die Aufrechterhaltung der Aufgaben wird es auch im öffentlichen Dienst einen Bedarf an gut ausgebildetem Personal in unterschiedlichen Berufen geben. „Bei allen berechtigten Sparmaßnahmen muss darauf geachtet werden, auch in Zukunft die wichtigen Aufgaben erfüllen zu können", so Hungerländer.


Marchsteiner: Nicht bei künftigen Pflegefachkräften sparen

„Lehrlinge und Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen, die heute im öffentlichen Dienst ausgebildet werden sind morgen jene Fachkräfte, die direkt für die BürgerInnen arbeiten und somit unverzichtbar sind. "Wichtig ist es jetzt, die Lehrlings- und Krankenpflegeausbildung nicht einzuschränken sondern auszubauen, damit die Qualität, die tagtäglich den BürgerInnen zu Gute kommt, beibehalten wird„, sagt ÖGJ-Präsidiumsmitglied Peter Marchsteiner (GdG-KMSfB; FSG): "Es darf daher auf keinen Fall die Ausbildung der Jugendlichen dem Sparpaket zum Opfer fallen, zu dem öffentliche Dienst sowieso schon sehr viel beiträgt."

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